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Dr. Walid Faizzada

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Kontakt

Universität Bonn
Institut für Philosophie
Am Hof 1
D-53113 Bonn

Tel.: +49 (0) 228 73-9655
E-Mail-Adresse: faizzada@uni-bonn.de


Sprechstunde
Freitags 14:00-15:00 Uhr

Forschungsgebiete

Historisch: Klassische deutsche Philosophie
Systematisch: Freiheits- und Handlungstheorie, Ethik und Ästhetik

Derzeitiger Forschungsschwerpunkt

Mein Forschungsvorhaben widmet sich der Frage, ob es ausreichend überzeugende Gründe gibt, Kants Ethik als realistisch aufzufassen. Meine erste These lautet, dass Kant einen moralischen Realismus vertritt. Danach untersuche ich die Frage, ob Menschen einen Zugang zu diesen moralischen Werten haben und wenn ja, welchen. Ich vertrete hierbei die moralphänomenologische und -psychologische These, dass sich uns mit dem Faktum der Vernunft einerseits ein Sinnhorizont eröffnet, im Licht dessen wir unsere, mitunter habitualisierte Handlungsweise neubewerten können. Andererseits weist es uns auf das Gewissen als innerem Richtmaß hin, das in jeder moralisch relevanten Situation zurate gezogen werden soll (Faizzada 2017a). Abschließend kläre ich die Frage, was Kant unter praktischer Rationalität versteht. Vor diesem Hintergrund beziehe ich mich insbesondere auf zwei kantische Theoriebausteine. Der erste betrifft den transzendentalen Idealismus, der unsere Perspektive um den Raum von Gründen erweitert (Sturma 2004, 165) und wesentlich zu dem modernen Menschenbild beiträgt, wonach wir mit einem mentalistischen Vokabular ausgestattet sind, das wir bei Handlungserklärungen in Anschlag bringen. (Gabriel, im Ersch.) Das eröffnet einen neuen Zugang zum zweiten Theoriebaustein, der intelligiblen Freiheit. Im Ausgang einer genuinen Interpretation des Intelligiblen (Josifovic 2014; Gabriel 2016; Faizzada 2017b) wird der ontologische Status des Raums von Gründen, in dem sich Menschen als freie und selbstbewusste Wesen begegnen, erörtert. 

Veröffentlichungen

"Autonome Praxis und intelligible Welt. Die transzendental-praktische Freiheit in Kants Lehre vom höchsten Gut", Boston/Leiden: Brill 2017. 
Link: http://www.brill.com/products/book/autonome-praxis-und-intelligible-welt

"'Verdammnis' und 'Lossprechung' durch das Gewissen: Zum Verhältnis von Freiheit und moralischer Verantwortlichkeit in Kants praktischer Philosophie, in: Josifovic, Sasa/Kok, Arthur (Hg.): Der 'innere Gerichtshof' der Vernunft. Normativität, Rationalität und Gewissen in der Philosophie Immanuels Kants und im Deutschen Idealismus", Boston/Leiden: Brill 2017, S. 24-46.

Akademische Laufbahn

- seit 06/2017: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie, Universität Bonn
- 03/2017-09/2017: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart (Prof. Dr. Markus Gabriel), Universität Bonn
- 03/2015-09/2015: Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie, Universität Bonn
- 2016: Promotion in Philosophie, Universität Bonn
- 2010: Magister Artium (M.A.), Universität zu Köln; Fächer: Philosophie, Deutsche Philologie und Öffentliches Recht

Lehrveranstaltungen

- Wintersemester 2017/2018: Markus Gabriel, Sinn und Existenz - Die Philosophie des Neuen Realismus (501017549), Freitag 12-14 Uhr, HG / 3.074

- Sommersemester 2017:
1) Kant, Die Paralogismen der reinen Vernunft
2) Selbsterkenntnis und Selbstkonstituierung in der Klassischen Deutschen Philosophie

- Sommersemester 2015: 
1) Der freie Wille als erkenntnistheoretisches Problem
2) Kants Erkenntnistheorie in der "Kritik der reinen Vernunft"
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