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Ein Preis im Sinne Werner Jaegers

Das „wissenschafltiche Erbe“ Werner Jaegers soll nun wiederbelebt und gerade auch in Nettetal und von Nettetal ausgehend für unsere heutige Zeit nutzbar gemacht werden. Aus Anlass seines 125. Geburtstags soll unter anderem eine Auszeichnung für herausragende Leistungen sowohl junger Forscher als auch erfahrener Wissenschaftler auf dem Gebiet der Altertumswissenschaft gestiftet werden. Diese soll die Brücke schlagen von Werner Jaegers Arbeiten und Wirken bis in die Gegenwart. Sie soll in seinem Sinne Wissenschaft erfahrbar und begreifbar, aber auch hervorragende Leistungen sichtbar machen. Damit soll ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet werden, auch in der Fachwelt wieder die Brücke zwischen der Forschung und der Nettetaler Heimat Werner Jaegers sichtbar und erfahrbar zu machen.

Im Mittelpunkt sollen Fächer aus dem Spektrum der Geisteswissenschaften stehen, die von der Klassischen Philologie (Latein/Griechisch) über die Archäologie, die Philosophie sowie die frühchristliche Theologie bis zum Wirken des Humanismus auch Werner Jaeger geprägt haben.

Ihm war es ein besonderes Anliegen, Bildung als Ideal der insbesondere griechischen Antike fruchtbar zu machen für seine Zeit. Dabei war Bildung für ihn nicht nur Ausbildung, sondern die Entwicklung des Menschen zu einem eigenverantwortlichen Wesen in einem ganzheit-lichen Sinne. Für dieses Verständnis vom Menschen in einer humanistischen Tradition warb Werner Jaeger nicht nur in wegweisenden wissenschaftlichen Publikationen. Nicht umsonst hat er zahlreiche Zeitschriften begründet, wissenschaftliche Gesprächskreise geleitet, den Deutschen Altphilologenverband 1925 mit aus der Taufe gehoben und seine zahlreichen Schüler in Berlin und in den USA in vielfältigster Weise gefördert.[1]

Gleiches machte Werner Jaeger auch in einer spontanen Ansprache an Schüler bei einem Besuch „seiner Schule“ im Jahr 1959 deutlich. Hier liegt eine weitere Verbindung zwischen internationalen, nationalen und örtlichen Bezügen in Leben und Lebenswerk Werner Jaegers, die durch eine solche Preisverleihung gestärkt und besser sichtbar gemacht werden soll.

 



[1]  Vgl. etwa Theo Optendrenk, Werner Jaeger in Berlin, in: Heimatbuch des Kreises Viersen 59 (2008), S.62-77,  vor allem S. 71-76.   

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